Analyse verschiedener Ernteverfahren zur Maisstrohbergung

Monika Fleschhut, Kurt-Jürgen Hülsbergen, Stefan Thurner, Joachim Eder

Abstract


Körnermaisstroh ist mit einem jährlichen Strohaufkommen von rund 3,8 Mt Trockenmasse ein mögliches Substrat für die Produktion von Bioenergie in Deutschland. Grundlage für eine künftige Nutzung ist jedoch die Kenntnis der Stroherträge und eines geeigneten Ernteverfahrens bei der Strohbergung. Ziel der Untersuchung war es, mithilfe von Feldexperimenten für acht Ernteverfahren und variierende Erntebedingungen die Abfuhrraten und Ernteverluste bei der Maisstrohbergung zu quantifizieren. Bei einem durchschnittlichen Maisstrohpotenzial von 103,2 dt ha-1 Trockenmasse wurden im zweijährigen Mittel 55,6 dt ha-1 geschwadet und 46,8 dt ha-1 geborgen, sodass die Ernteverluste in Höhe von 56,4 dt ha-1 größer waren als die abgefahrenen Stroherträge. In Abhängigkeit von der Schwadtechnik wurden Abfuhrraten von 41,4 bis 49,1 % ermittelt, wobei signifikante Unterschiede zwischen den Schwadtechniken, aber nicht zwischen den Bergungstechniken bestanden. Eine längere Feldliegezeit des Maisstrohs nach der Körnerernte hatte überwiegend negative Effekte auf die Abfuhrraten, während unterschiedliche Sorten keinen Einfluss zeigten. In Bezug auf die Qualitätsparameter Trockensubstanzgehalt und Rohaschegehalt des Maisstrohs wurden Durchschnittswerte von 50,4 bzw. 7,0 % ermittelt.

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DOI: http://dx.doi.org/10.15150/lt.2016.3147

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