Erweiterung der Flexibilität von Biogasanlagen – Substratmanagement, Fahrplansynthese und ökonomische Bewertung

Tino Barchmann, Eric Mauky, Martin Dotzauer, Mathias Stur, Sören Weinrich, H. Fabian Jacobi, Jan Liebetrau, Michael Nelles

Abstract


Die Rahmenbedingungen zum Ausbau erneuerbarer Energien zielen seit der Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes (EEG) 2012 sowie in der aktuellen Fassung (EEG 2014) auf eine stärkere Marktintegration der erneuerbaren Energien. Biogasanlagen stellen eine vielversprechende Option dar, bedarfsgerecht Strom zu produzieren, um so Differenzen zwischen Strombedarf und Strombereitstellung durch ungeregelte Quellen (z. B. Wind und Solarenergie) zu kompensieren. Schwerpunkt des Fachbeitrages ist die ökonomische Bewertung einer flexiblen gegenüber einer kontinuierlichen Biogasproduktion für die flexible Verstromung. Für Kombinationen aus unterschiedlichen Fütterungsregimen und drei optimierten Verstromungsfahrplänen wurde der notwendige Gasspeichermehrbedarf einer repräsentativen Modellbiogasanlage bestimmt. Anschließend erfolgte eine ökonomische Kosten-Nutzen-Analyse, um das Substratmanagement betriebswirtschaftlich bewerten zu können. Die hier entwickelte Methodik ist speziell für Bestandsanlagen konzeptioniert und dient der Bewertung eines multifaktoriellen Substratmanagements als Flexibilitätsoption. Hierbei zeigt sich, dass das Substratmanagement – insbesondere bei längerfristigen Planungshorizonten (größer als 12 h) – für die Fahrplangestaltung in zunehmendem Maße dazu geeignet ist, den zusätzlichen Gasspeicherbedarf zu senken und somit höhere Vermarktungserlöse an der europäischen Strombörse (EPEX Spot SE) mit geringeren Zusatzkosten zu erschließen

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DOI: http://dx.doi.org/10.15150/lt.2016.3146

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