Entwicklung eines Direkteinspeisungssystems ohne Verzögerungszeiten zur Pflanzenschutzmittelapplikation

Mathias Krebs, Dirk Rautmann, Henning Nordmeyer, Jens Karl Wegener

Abstract


Systeme mit Direkteinspeisung von Pflanzenschutzmitteln (PSM) genügten in der Vergangenheit den Anforderungen der Praxis aufgrund von Verzögerungszeiten zwischen Mitteldosierung und -ausbringung sowie Problemen bei der Reinigung nicht. Zur Lösung dieser Probleme wurde der Prototyp eines Feldspritzgeräts mit Direkteinspeisung zur Teilflächenapplikation von Pflanzenschutzmitteln konzipiert, gebaut und getestet. Dieser Prototyp hat drei separate Düsenleitungen mit jeweils eigener Direkteinspeiseeinheit, die mit einem separaten Wasser-Pflanzenschutzmittel-Gemisch vorgeladen werden können, sodass keine Verzögerungszeiten bei der Applikation auftreten. Die theoretisch möglichen Arbeitsbreiten, welche mit den verwendeten Direkteinspeisedosierpumpen möglich sind, wurden berechnet. Zur Überprüfung der Dosiergenauigkeit erfolgten Prüfstandsmessungen. Die Ergebnisse zeigen, dass in den unterschiedlichen Dosierstufen gute Dosiergenauigkeiten erzielt werden. Zu beachten ist dabei der Arbeitsbereich der Dosierpumpen. Die Resultate zeigen, dass auf den entwickelten Prototyp aufbauend praxistaugliche Systeme zur verzögerungsfreien Direkteinspeisung möglich sind und damit Pflanzenschutzmittel zielgenauer und teilflächenspezifisch angewendet werden können.

Volltext:

PDF PDF (English)


DOI: http://dx.doi.org/10.15150/lt.2015.3114

Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

 

ISSN 0023-8082 | Impressum