Henne oder Manager - wer ist für Staub und Ammoniak im Stall verantwortlich?

Tatjana Winter, Torsten Hinz, Christopher Zierke, Jens Lippmann

Abstract


Europäischem und nationalem Recht folgend, werden in Deutschland Legehennen nicht mehr in Käfigen gehalten. Es sind bereits Alternativen auf dem Markt. Eine Beurteilung von verschiedenen Haltungs-/Managementsystemen für Legehennen mit dem Bezug auf die Gesundheit des Menschen und den Umweltschutz ist erforderlich. Eine offene Frage ist die Relevanz von lufgetragenem Staub und Ammoniak. Dieser Aufsatz stellt die Untersuchungen in zwei Systemen für die Haltung von Legehennen – Voliere und die Deutsche Kleingruppe – dar und nimmt Bezug auf die Staub- und Ammoniakkonzentrationen im Stall und deren Emissionsmassenströme. Die Systeme variieren in Größe, Besatzdichte und Betriebsführung. Erste Daten von lufgetragenen Expositionen zeigen Unterschiede zwischen den untersuchten Haltungssystemen. Die Ammoniakkonzentration reicht von unter 1 ppm bis über 20 ppm und bei PM4 von 0,1 bis 2 mg/m³. Ammoniak wird hauptsächlich durch den Kot der Vögel produziert. Entmistungsstrategie ist eine der wichtigsten Faktoren um die Konzentration von Ammoniak zu reduzieren. Staubemissionen werden hauptsächlich durch die Aktivität der Vögel verursacht, die z. B. durch das Lichtprogramm beeinflusst werden kann.

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DOI: http://dx.doi.org/10.15150/lt.2012.284

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