Restgaspotenzial in Gärresten aus landwirtschaftlichen Biogasanlagen

Andreas Lehner, Mathias Effenberger, Rainer Kissel, Andreas Gronauer

Abstract


Für die vergleichende Beurteilung des potenziellen Restgasertrags in einem unbeheizten Gärrestlager wurden Ablaufproben aus 15 landwirtschaftlichen Biogasanlagen (BGA) einem sogenannten Restgaspotenzialtest bei 22°C unterzogen. Für das relative Restgaspotenzial wurden Werte zwischen 0,3 und 1,3 % der Biogasausbeute der eingesetzten Substrate gemessen. Für die beiden einstufi gen BGA betrug der Wert etwa 1,2 %. Für die zweistufi gen BGA lag das Restgaspotenzial bei 0,9 % gegenüber 0,4 % für die dreistufi gen Anlagen. Von einer Ausnahme abgesehen, lag bei einer Gesamtverweilzeit von 100 Tagen oder mehr das Restgaspotenzial deutlich unter 1,0 %. Für die Mehrzahl der Proben war eine positive Korrelation des Restgaspotenzials mit dem FFS-Gehalt erkennbar. Die tatsächliche Ausgasung im Gärrestlager einer Biogasanlage und damit die potenziellen Methanemissionen bei offener Lagerung sind mit einem Batch-Ansatz nicht exakt zu quantifi zieren, da die Reaktionsbedingungen in der Praxis nicht nachgebildet werden können.

Volltext:

PDF PDF (English)


DOI: http://dx.doi.org/10.15150/lt.2009.686

Creative-Commons-Lizenz
Dieses Werk steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International.

 

ISSN 0023-8082 | Impressum